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Gemeinsame Pressemitteilung der Berliner Kunst und Kultur-Landschaft: Zwei Monate nach Beginn des Ausnahmezustands ruft die Berliner Kunst und Kultur-Landschaft erneut gemeinsam zur sofortigen Rettung der Vielfalt der kulturellen Infrastruktur der Stadt auf. In einem Notruf betonen zahlreiche Initiativen, Verbände und Institutionen die Dringlichkeit weiterer sofortiger Unterstützungsmaßnahmen in der aktuellen Situation, insbesondere für die ungeförderten oder wenig geförderten Kulturorte sowie für die freien Künstler*innen und Solo-Selbstständigen aller Berufe und Branchen.

Bevor die Corona-Krise zum Ende Februar 2020 den Großteil unserer Arbeitskapazitäten gebunden hat, konzentrierte sich die Vorstandsarbeit auf die Reform des Atelieranmietprogramms und die Auswirkungen des Ateliernotstands, sowie auf die Planung von diversen Veranstaltungen. Wir positionierten uns kritisch zu dem Gesetzesentwurf zur Grundrente und tauschten uns mit anderen Verbänden dazu aus. Die Sprecherinnen führten Gespräche mit den kulturpolitischen Sprecher*innen des Landes Berlin, dem Kultursenator und dem Staatssekretär. Aufgrund der Pandemie fokussierte sich unsere Arbeit ab Mitte März auf die Forderung nach gerechten Hilfsmaßnahmen auf Landes- und Bundesebene, um alle existenziell bedrohten Künstler*innen zu unterstützen. Intensive Dialoge mit Politiker*innen und Vertreter*innen anderer künstlerischer Sparten führten zumindest auf Landesebene zu einer wirksamen "Soforthilfe II".

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt - Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten! - Dem fühlen wir uns als bbk berlin ebenso verpflichtet.

Erster digitaler Kunst am Bau Wettbewerb erfolgreich durchgeführt!

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen des Landes Berlin zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie und der Unmöglichkeit Sitzungen abzuhalten, entwickelte das Büro für Kunst im öffentlichen Raum einen ersten Leitfaden zur digitalen Durchführung von Wettbewerben für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum.

Ergebnisse der bbk berlin Blitzumfrage: Soforthilfe II und die Künstler*innen

Die Umfrage des bbk* berlin zur Soforthilfe II für Soloselbständige des Landes Berlin wurde in drei Tagen von insgesamt 1.744 Künstler*innen beantwortet.

Aus für Berliner Soforthilfeprogramm - jetzt ist der Bund gefordert.

Das Berliner Programm Soforthilfe II (Corona-Zuschuss) stellte für wenige Tage unbürokratische und schnelle finanzielle Unterstützung zur finanziellen Unterstützung von Soloselbständigen und Kleinstbetrieben mit bis zu 5 bzw. bis zu 10 Mitarbeitern aus Landes- und Bundesmittel bereit. Das Programm ist jedoch am 1. April 2020 um 12:00 Uhr vorzeitig beendet worden.

Das Soforthilfeprogramm des Bundes. Ein erstes kurzes Statement:

Das eigentliche Problem, das wir hier ansprechen müssen, ist das Versagen des Bundes. Behauptet wurde, Bundesregierung und Bundestag würden Schutzschirme über Selbstständige und Kleinunternehmen aufspannen, und Künstler*innen und kleine Kultureinrichtungen würden nicht im Stich gelassen werden. In vielen Medien wurde diese Darstellung unkritisch übernommen.

Bundestag beschließt 50 Milliarden Corona-Hilfspaket ... und für Künstler*innen bleibt Hartz IV. Grundeinkommen jetzt!

Gestern hat der Bundestag umfangreiche Überbrückungshilfen beschlossen, mit denen die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft, Kultur, für Arbeitnehmer*innen und Selbständige in Grenzen gehalten werden sollen. Künstler*innen, deren Aufträge, Honorare, Verkäufe wegbrechen, war "unbürokratische Hilfe" versprochen. Stattdessen werden sie auf Hartz IV verwiesen.

Blitzumfrage COVID-19 und die Bildende Kunst

Die Umfrage des berufsverbands bildender künstler*innen - bbk berlin zu den finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bildende Kunst wurde in zwei Tagen von insgesamt 2.021 Künstler*innen beantwortet. Bei 8.000 bis ca. 10.000 in Berlin lebenden Künstler*innen liefert diese Beteiligungsrate belastbare Ergebnisse, die ein dramatisches Bild zeichnen.

Wir fordern Soforthilfefonds für Berlins Künstler*innen!

Berlins Künstler*innen sind eine "besonders vulnerable Gruppe", was die wirtschaftlichen Folgen des Virus betrifft. Zugleich leben und arbeiten in Berlin besonders viele Künstler*innen, denn in Berlin konzentriert sich künstlerische und geistige Arbeit. Sie sind akut existenziell bedroht!