Panel#3 Stummgeschaltet | Muted. Wo steht die bildende Kunst?
Workshop
Beschreibung • Description
Stummgeschaltet | Muted. Wo steht die bildende Kunst mit ihrer Kunstfreiheit – Zwischen Solidarität, Zensur und öffentlichem Druck
Das bildungswerk des bbk und der bbk berlin laden ein im Rahmen des „Strategischen Herbst der Solidaritäten“ und anlässlich von 75 Jahre bbk berlin zur Panel-Veranstaltung „Stummgestaltet / Muted. Wo steht die bildende Kunst mit ihrer Kunstfreiheit – Zwischen Solidarität, Zensur und öffentlichem Druck“. Künstlerische Freiheit gilt als zentrales Prinzip demokratischer Gesellschaften – doch wie belastbar ist dieses Ideal, wenn Kunst auf gesellschaftliche und geopolitische Konflikte reagiert? Schon immer nehmen Künstler*innen eine kritische, politisch engagierte Haltung ein – sie legen den Finger in gesellschaftliche Wunden, machen marginalisierte Perspektiven sichtbar und stellen bestehende Machtverhältnisse infrage. Gerade in Kultureinrichtungen eröffnen sie Räume für Themen, die andernorts kaum Gehör finden. Doch wer sich öffentlich positioniert – etwa solidarisch mit Palästina – gerät zunehmend unter Druck: durch institutionelle Einschränkungen, politische Einflussnahme, Ausladungen oder mediale Kampagnen. Die Debatten um Kunstfreiheit, „Cancel Culture“ und gesellschaftliche Verantwortung zeigen, wie umkämpft der Raum für künstlerischen Ausdruck geworden ist.
Im Spannungsfeld von Kritik und Kontrolle, Öffentlichkeit und Macht stellen sich für uns die Fragen: Wie frei ist Kunst heute – und wer bestimmt die Grenzen des Sagbaren? Welche Rolle spielen Kulturinstitutionen, Förderlogiken, Medien und Öffentlichkeit? Und wie kann ein solidarischer, pluralistischer Kulturbetrieb aussehen, in dem auch unbequeme Stimmen gehört werden?
Das Panel bringt Akteur*innen aus Kunst, Theorie, Journalismus und Kulturpraxis zusammen, um unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, konkrete Erfahrungen zu teilen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie Räume für kritische Kunst verteidigt und erhalten werden können.
Begrüßung: Frauke Boggasch, Co-Sprecherin des bbk berlin, Justina Los, Vorständin bbk berlin
Moderation: Kristin Helberg, Journalistin und Politikwissenschaftlerin, berichtete sieben Jahre aus Damaskus, hat mehrere Bücher zu Syrien geschrieben und lebt heute als Autorin, Nahostexpertin und Moderatorin in Berlin. Zuletzt erschien von ihr „Der Syrien-Krieg. Lösung eines Weltkonflikts“ im Herder-Verlag. Als Stipendiatin der Stiftung Mercator untersuchte sie die syrische Diaspora in Deutschland. Seit September 2024 moderiert sie die Veranstaltungsreihe "Zeit zu reden" in Berlin, die sensible Themen im Kontext Palästina und Israel diskutiert.
Panelist*innen: Prof. Dr. Uffa Jensen, stellvertretender Direktor des Zentrum für Antisemitismusforschung und Antisemitismusbeauftragter der Technischen Universität Berlin, Dr. Andreas Oldenbourg, Das Progressive Zentrum, Prof. Dr. Kathrin Peters, Professorin für Geschichte und Theorie der visuellen Kultur an der Universität der Künste Berlin, Fakultät Gestaltung
Ein Projekt des bbk berlin in Kooperation mit dem bildungswerk des bbk berlin.
Anmeldung unter: @email
Dieses Panel ist Teil des Strategischen Herbst der Solidaritäten in der bildenden Kunst 2025.