Kursprogramm

Antifeministische und queerfeindliche Parolen

Workshop mit Kerstin Butenhoff  

Zeit • Time:
Mittwoch, 21.10.2026, von 16-19:30 Uhr
Ort • Place:
frizzforum, Raum 2.1 (2. Etage), Friedrichstraße 23, 10969 Berlin
Das Gebäude ist barrierearm und rollstuhlgerecht, alle Etagen sind über einen Fahrstuhl erreichbar.
Kosten • Costs:
0 €
Info:
Sprache: Deutsch
Inhaltswarnung: In den Präsentationen und Übungen werden sexistische, queerfeindliche und anders diskriminierende Beispielaussagen zu Übungszwecken verwendet.
Anmeldungen • Attendance:
2 / 20
Anmeldeschluss • Registration closes:
18.10.2026

Beschreibung • Description

Antifeministische und queerfeindliche Begriffe, Positionen und Narrative sind weit verbreitet und begegnen uns nicht zuletzt in Form alltäglicher Sprüche. Sie sind alles andere als harmlos und können als Einstieg in rechte Weltbilder fungieren. Für FLINTA* in den bildenden Künsten sind sie oft mehr als nur eine Randerscheinung: Sie zeigen sich in Werkstattgesprächen, im Seminarraum, in Jurys, Ateliers und im Kontakt mit Vermittlungspersonal — und häufig dort, wo bestehende Geschlechterverhältnisse und Hierarchien ohnehin wirksam sind. Besonders heikel wird es, wenn antifeministische oder queerfeindliche Äußerungen in Abhängigkeitsverhältnissen fallen: Wer befristet angestellt ist, als freie*r Mitarbeiter*in arbeitet und auf gute Referenzen angewiesen ist, kann Parolen oft nicht ohne Risiko offen widersprechen. Solche Machtasymmetrien in Beschäftigungsverhältnissen sind kein Nebendetail, sondern Teil des Problems: Sie bestimmen mit, wer sich Gehör verschaffen kann, wer schweigt und reproduzieren so bestehende Verhältnisse.

Mit diesem Workshop möchten wir dazu befähigen, antifeministischen und queerfeindlichen Parolen entschieden entgegenzutreten, wo immer sie uns begegnen; und dabei realistische Strategien für Situationen zu entwickeln, in denen ein offenes Wort mit Nachteilen verbunden sein kann. In praktischen Übungen erproben wir Kommunikationsstrategien und rhetorische Kniffe, die auch unter prekären Bedingungen anwendbar sind, und besprechen, wie Solidarität unter Kolleg*innen und institutionelle Unterstützung genutzt werden können. Außerdem geben wir einen Überblick zu verschiedenen Akteur*innen des organisierten Antifeminismus, schauen uns gängige antifeministische und queerfeindliche Argumentationsmuster genauer an.

Inhaltswarnung: Wir verwenden in unseren Präsentationen und Übungen sexistische, queerfeindliche und anders diskriminierende Beispielaussagen zu Übungszwecken.

Der Workshop ist nicht explizit auf die Bedürfnisse von Personen, die aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung Diskriminierung erfahren, ausgerichtet und damit kein Empowerment-Workshop. Alle sind willkommen und wir versuchen, einen möglichst sicheren Raum für alle Teilnehmer*innen zu schaffen.


Der Workshop findet im Rahmen des Projektes „Was mich nicht schlafen lässt..." statt.